Kakadu
Rosselasittich
 

   

 

 
Liebenswertes Wesen, farbenprächtiges Gefieder und die Begabung,
menschliche Sprache nachzuahmen das fasziniert uns
Menschen an den Papageien
 
 
 

Die bunten Federn der Papageien weckten bei den
Naturvölkern bereits in vorgeschichtlicher Zeit das Interesse an diesen Vögeln.
Zahme Papageien waren aber auch schon frühzeitig geschätzte Hausgefährten
des Menschen beispielsweise vor zweieinhalbtausend Jahren bei indischen Fürsten.
Ihr Nachahmungsvermögen machte sie besonders begehrenswert, vor allem die Fähigkeit,
Worte und Melodien imitieren zu können.
Papageien fanden selbst Aufnahme in Mythologien, in Sagen, Märchen und Legenden.
Einige Völker sahen sie auch als heilige Tiere an, manche als Seelen in Papageiengestalt.

Mit Papageien verbindet man nahezu zwangsläufig die Vorstellung von tropischer
Farbenpracht, grellem Geschrei und erstaunlicher Sprachfertigkeit.
Freilich trifft keiner dieser Vorstellungen vollständig zu.
Zwar finden sich von weiß bis schwarz alle Töne,
von rot bis violett alle Farben des Regenbogens, am meisten Grün
in mancherlei Abstufungen, und treten zu buntester,großflächiger Musterung zusammen,
doch gibt es auch recht schlicht gefärbte Arten.

Jeder kennt die wundervollen Aras und die schmucken Amazonen aus Südamerika,
die schlauen Graupapageien und die reizenden Unzertrennlichen
auch Agaporniden genannt aus Afrika.
Auch die bezaubernden Kakadus, die farbenprächtigen Loris, die wunderschönen
Sittiche aus Süd- und Mittelamerika, Ostasien, Indonesien und Australien
sowie die verspielten und neugierigen Keas aus Neuseeland gehören zur großen Familie der Papageien.
Insgesamt gibt es rund 82 Gattungen mit 361 bekannten Arten und 433 Unterarten.
Diese werden in fünf Unterfamilien eingeteilt.
Die Aras zählen darunter mit bis zu einem Meter Körperlänge
zu den größten Vertretern der Papageien
die Specht- und Sperlingspapageien mit 10 bis 12 Zentimetern zu den Kleinsten.

Die meisten Papageienarten leben in tropischen und subtropischen Gebieten
Mittel- und Südamerikas, Afrikas, des gesamten asiatischen Raums und in Australien.
Nur wenige Arten sind noch etwas nördlicher oder südlicher anzutreffen.
Papageien siedeln in sehr unterschiedlichen Lebensräumen,wie Gebirgen, Urwäldern,
Wüsten. Savannen, Palmenhainen, Buschwäldern, Eukalyptusstrauchsteppen, auf Felsklippen,
an Flußläufen und manchmal sogar in Städten.
Mit Ausnahme Europas und der Antarktis bevölkern sie jeden Erdteil.

Bei allen Gegensätzen und Unterschieden gibt es heute eine wichtige Gemeinsamkeit,
die für die überwiegende Mehrzahl der Papageien gilt: Von drei Ausnahmen abgesehen
(Wellensittich, Nymphensittich und der Halsbandsittich) werden alle Papageien
zu den in ihren Naturbestand gefährdeten Vogelarten gerechnet.

 
 
 
Vierzig davon gelten als akut gefährdet oder vom
Aussterben betroht. Bei drei dieser Arten steht derzeit
nicht zweifelsfrei fest, ob noch freilebende Tiere existieren.
 
 
 
Die Gründe, die zur Dezimierung dieser Arten Geführt haben, sind sehr vielseitig.